PhysioTherapie

Triggerpunkttherapie

Myofasziale Triggerpunkte beschreiben sehr lokal begrenzte Verspannungsherde in der Muskulatur und im dazugehörigen Bindegewebe, der Faszien. Triggerpunkte treten oft zusammen mit sogenannten Hartspannsträngen auf. Diese werden dann als eigentlicher Verspannungszustand wahrgenommen und sind lokal schmerzhaft. Oft strahlen die Beschwerden aber aus und erschweren somit das Auffinden der verursachenden Muskelpartien. Deshalb benötigt eine erfolgreiche Behandlung eine aufwendige Ausbildung und Erfahrung der Therapeuten.


Triggerpunkte verursachen aber nicht nur Schmerzen. Es können ausstrahlende Missempfindungen in den Extremitäten auftreten, welche nicht mit durch Nerven bedingten Beschwerden verwechselt werden dürfen. Häufig fühlen sich betroffene Partien auch geschwächt an und im betroffenen Bereich wird eine Steifigkeit empfunden, was die die Gelenke weniger gut bewegen lässt.

 

Typische Auslöser für Triggerpunkte sind Überlastungen und Verletzungen der Muskulatur. Aber auch Bewegungsmangel in sogenannten Büroberufen könnten zur Entstehung von Triggerpunkten führen.

 


Manuelle Triggerpunkt Therapie

Bei den manuellen Techniken überwiegt das Behandeln mit den Fingern, der ganzen Hand oder mit dem Ellbogen. Präzise Handgriffe und Techniken verbessern die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Gewebes. Die verspannten Stellen werden gelockert und lokal gedehnt. Dadurch wird die Selbstheilung angeregt. Unter verbesserten Voraussetzungen können die betroffenen Körperpartien wieder frei bewegt und belastet werden. Es kann Sinn machen, mit gezielten Trainingsübungen zuhause die Beweglichkeit und Kraft zu trainieren.


Die Behandlungstechniken müssen mit einer gewissen Intensität ausgewandt werden. Somit können während der Behandlung Schmerzen auftreten. Für ein bis zwei Tage kann sich ein Muskelkater einstellen oder die behandelte Stelle fühlt sich empfindlich an. Dies sind erwünschte Reaktionen und ein Teil der Selbstheilung.
Liegt die Hauptursache der Beschwerden in den muskulären und faszialen Strukturen, so kann bereits nach wenigen Behandlungen mit einer Verbesserung der Beschwerden gerechnet werden.

 

Triggerpunkttherapie mit Dry/Wet Needling

Bei der Behandlung durch Dry Needling werden die Triggerpunkte mit Akupunkturnadeln angestochen. Auch wenn die Punkte nicht selten den klassischen Akupunktur-Punkten entsprechen, ist dies keine Akupunktur. Das Ziel der Punktion ist die Muskelkontraktionen aufzulösen. Oft kommt es beim Treffen der Triggerpunkte zu spürbaren Muskelzuckungen. Diese lokale Antwort gibt Gewähr, dass die richtige Stelle punktgenau behandelt wurde. Um eine möglichst grosse Anzahl von Kontraktionsknoten zu treffen, wird die Nadel unter Änderung der Stossrichtung vor- und zurückgeführt. Die Behandlung wird als trocken (dry) bezeichnet, da bei dieser Technik keine Medikamente injiziert werden.

 

Bei der Behandlung durch Wet Needling werden die Triggerpunkte nach dem Anstechen zusätzlich mit einem Medikamenten behandelt. In der Regel wird ein Lokalanästhetika verwendet. Dieses führt zu einer raschen Schmerzreduktion und bewirkt eine Steigerung der Durchblutung, was die Selbstheilung zusätzlich anregt. Die Medikamentenwirkung beschränkt sich auf den Behandlungsort und hat keine längerfristige Nebenwirkung. Auch bei dieser Behandlungsform kann es direkt nach der Therapie zu einer kurzfristigen Schmerzverstärkung kommen.


Um den Therapieeffekt zu steigern, bewährt sich in der Praxis oft eine Kombination der verschiedenen Techniken.

 

Medizinische Trainingstherapie

Im Anschluss an eine Erkrankung am Bewegungsapparat ist es häufig notwendig die Muskeln, Sehnen und Bänder wieder aufzutrainieren. Dies ist das Ziel der Medizinischen Trainingstherapie.


Ein gezieltes Training über mehrere Monate kann Schmerzen am Bewegungsapparat wesentlich lindern. Diese Effekte sind viel nachhaltiger als die meisten anderen Therapieformen.

 

Ein Training hat ein klares Ziel. Wenn dies definiert ist, muss besprochen werden, mit welchen Mitteln dies erreicht werden kann. Ein Training bedeutet, den Körper an seine Belastungsgrenzen zu führen. Dadurch wird ein Reiz gesetzt, damit der Körper die belasteten Strukturen verstärkt. Nach einem Erholungsintervall soll der nächste Reiz gesetzt werden. Bei jungen Menschen ist dies meisten nach 2 Tagen bei Älteren nach 3-4 Tagen. Beim Training müssen die Belastungen immer wieder erneut angepasst werden.

 

Bei der medizinischen Trainingstherapie geht es darum, abgeschwächte Muskeln wieder aufzutrainieren. Ziel soll sein, den Körper gegenüber Belastungen toleranter zu machen. Der Körper reagiert somit weniger mit Dysfunktion und Schmerz. Sie fühlen sich fitter für Alltagsbelastungen in Beruf und Freizeit.
Voraussetzungen sind, dass mit einer genügend hohen Intensität geübt werden kann und dass mit Konsequenz trainiert werden muss. (2-3x pro Woche).


Effekte sind eventuell erst nach Wochen spürbar, wenn sich Muskulatur, Bänder und Sehnen an die erhöhte Belastung angepasst haben. Kurzfristig können Schmerzen verstärkt auftreten.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein gezieltes Training längerfristig die besten Ergebnisse erzielt.

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