Extrakorporale Stosswellen Therapie (ESWT)

Erklärung , Geschichtliches

Stosswellen sind Druckwellen, die durch eine plötzliche rasche Bewegung ausgelöst werden, z.B. ein Peitschenknall. Auch beim Donner oder beim Überschallknall handelt es sich um Stosswellen. Die erste medizinische Anwendung von Stosswellen erfolgte 1980 in Form der Extrakorporalen Stosswellen Lithotripsie (ESWL, Nierensteinzertrümmerer). Stosswellenbehandlung am Bewegungsapparat wird ESWT genannt (Erste Anwendung 1989)


Im Stosswellengenerator eine Druckwelle erzeugt und über einen Schlauch auf den Behandlungskopf übertragen. Dieser wird an die zu behandelnde Stelle gehalten, dabei breiten sich die Stosswellen im relativ wasserhaltigen Gewebe der Haut und Muskultur weiter aus, bis sie an Grenzen zu Geweben mit anderem Wasseranteil (z.B. Sehne, Kalk aber auch Luft) aufprallt. Dieser Aufprall hinterlässt eine Wirkung, abhängig von der Energiedichte der Stosswelle.


Geräte

DUOLITH® SD1 T-TOP F-SW ultra (fokussierte Stosswellen)
Swiss DolorClast (radiale Stosswellen)


Anwendung

chronische Schmerzen/Schmerzempfindlichkeit von Sehnenansätzen.
Klassische Anwendungsgebiete sind die Plantarfaszie (Fersensporn), die Achillessehne, der Tennis- oder Golferarm, Sehnenschmerzen der Schulter und Muskelverhärtungen.


Ablauf

Das Stosswellengerät wird an die schmerzhafte Stelle angesetzt nach Auftragen von Kontaktgel. Es werden die schmerzhaften Punkte gesucht. Die Applikation von 2000 Stosswellen dauert ca. 5-10 Minuten.

 

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Während der Behandlung treten Schmerzen auf. Die Energie der Stosswelle wird so gewählt, dass die Schmerzen erträglich bleiben und keine Schäden verursachen.
Nur bei nicht-standardgemässer Behandlung können Risiken auftreten.

 

 

 

 

Wirkung

Es gibt einerseits eine Wirkung auf die Schmerzempfindlichkeit und andrerseits auf Regenerationsmechanismen (Durchblutung, Wachstumsfaktoren). Die Schmerzen an der behandelten Stelle nehmen in den ersten Tagen etwas zu und dann für Wochen und Monate ab. Die ESWT ist Teil der Gesamtbehandlung, die neben der schmerzempfindlichen Stelle auch die Funktion des ganzen Organs (Muskel-Sehne-Gelenk) berücksichtigt.
Die Auflösung von Verkalkungen kann bei der von uns angewendeten Energiedichte nicht erwartet werden.


Kosten

Die Kosten, die aus der Benutzung des Geräts entstehen, werden nicht von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen und separat in Rechnung gestellt.

 

RSZF | Rheinstrasse 23 | 8500 Frauenfeld | T 052 721 22 44 | F 052 721 22 45 | rszf@hin.ch